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Genschutzzeitung Nr. 39, April 2005
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| Neue Lebensmittelverordnung: Kennzeichnungspflicht verschärft Daniel Ammann, Geschäftsleiter SAG Zwar verschärft die revidierte Lebensmittelverordnung bisherige Regelungen, aber tierische Erzeugnisse bleiben weiterhin ausgenommen. Nur ein Ja zur Gentechfrei-Initiative garantiert gentechfreie Lebensmittel aus Schweizer Produktion. Am 1. März 2005 ist die revidierte Lebensmittelverordnung in Kraft getreten, die bisherige Regelungen verschärft. So wurde die Deklarationslimite für Gentech-Bestandteile der EU angepasst und von 1 Prozent auf 0,9 Prozent gesenkt. Zudem müssen neuerdings auch Gentech-Erzeugnisse gekennzeichnet werden, die von den Gentech-Organismen abgetrennt und gereinigt worden sind. Dies betrifft zum Beispiel Vitamine, die von Gentech-Bakterien stammen, oder Speiseöl, das aus Gentech-Soja gewonnen wurde. Weiterhin ohne Deklaration bleiben tierische Erzeugnisse. So müssen Fleisch, Milch und Eier, die von mit Gentech-Soja oder -Mais gefütterten Nutztieren stammen, auch unter der neuen Lebensmittelverordnung nicht deklariert werden. Weiterhin gentechfreier Schweizer Markt? Bisher verkauften die hiesigen Geschäfte keinerlei Produkte, die als «gentechnisch hergestellt» hätten deklariert werden müssen. Bei pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, die roh oder zubereitet als Lebensmittel genossen werden, dürfte dies auch weiterhin so bleiben. Ob dies mit der verschärften Deklarationspflicht auch bei verarbeiteten Produkten so bleibt, wird sich zeigen. Denn die Anzahl der zu deklarierenden Produkte wird unter der verschärften Lebensmittelverordnung ansteigen. Bisher werden in der Schweiz keine Lebensmittel verkauft, die das Kennzeichen «gentechnisch verändert» tragen. Mit der neuen Lebensmittelverordnung könnte dies ändern. Dazu ein Beispiel: Bisher mussten Produkte, bei denen die DNA abgetrennt war (z.B. Sojaöl) nicht gekennzeichnet werden. Unter der revidierten Lebensmittelverordnung muss nun Sojaöl aber deklariert werden, sobald das Soja zur Ölherstellung zu mehr als 0.9% aus Gentech-Soja stammt. KonsumentInnen entscheiden
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