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Genschutzzeitung Nr. 39, April 2005
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| Europas Regionen kämpfen gemeinsam gegen Agrogentechnik: Grenzenloser Widerstand Florianne Koechlin, Blauen-Institut, Vorstand SAG Non aux OGM! – Gegen Gen-Food! – Stop GMO! – Voedset Gentech-Vrij! – Eine europaweite Bewegung fordert immer vehementer das Recht ein, dass Regionen gentechfrei bleiben können. 3'600 Regionen haben sich bereits zu «gentechfreien Gebieten» erklärt. Täglich werden es mehr. Der Widerstand ist so breit und dynamisch wie noch nie in der Geschichte Europas. Im Mai 2004 hat die EU-Kommission erstmals wieder Gentechpflanzen zugelassen – auf Druck der USA. Vorher bestand fünf Jahre lang ein De-facto-Moratorium. Doch die EU-Kommission machte die Rechnung ohne den Wirt und provozierte mit ihrem Entscheid eine neue Oppositionswelle quer durch Europa. Breit formiert hat sich die Opposition Ende Januar an einem Kongress in Berlin. Dort trafen sich rund 200 Leute aus 28 Ländern, um den europäischen Widerstand gegen die Agrogentechnik zu vernetzen. Das Ziel war, neue Strategien zu entwickeln, um Druck auf «Brüssel» zu machen und Gentechpflanzen aus Europa raus zu halten. Der Kongress wurde von GENET organisiert, einem europäischen Netzwerk, das von der SAG seit langem unterstützt wird. Europaweiter Widerstand Auch aus Italien, Frankreich, England und Deutschland wurden Erfolge gemeldet. Besonders beeindruckend waren die Berichte aus Rumänien, Georgien, Bulgarien und Albanien. In diesen Ländern ist der Druck, Gentechpflanzen anzubauen, enorm gross. Die Agrokonzerne versuchen mit allen Mitteln, den Anbau genmanipulierter Pflanzen durchzusetzen und nutzen dabei die desolate Lage der Länder aus, in denen oft Gesetze oder Kontrollmöglichkeiten fehlen. Dass dies eine gefährliche Situation ist, darin waren sich am Kongress alle einig. Denn diese Länder könnten zum Einfallstor werden, durch das das Gentech-Food den europäischen Markt erobert. Wie Gabi Paun aus Rumänien erzählte, wird im Süden Rumäniens bereits grossflächig Gentechsoja von Monsanto angebaut – bis vor kurzem wusste kaum jemand davon. Seit zwei Jahren ist in Rumänien eine kleine Anti-GVO-Gruppe aktiv. Sie organisiert Medienseminare und Demonstrationen und lobbyiert im Parlament. «Wir wurden fast überrollt. 40 Medienleute kamen an unser Seminar. Wir führten es dreimal durch. Die Zeitungen berichten jetzt seitenweise über GVOs». Gemäss einer Umfrage seien mittlerweile über 70 Prozent der Rumäninnen und Rumänen gegen Gentech-Food. «Allerdings ist noch wenig Wissen vorhanden», sagt der Aktivist. Berliner Manifest Widerstand der Regionen
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